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10.12.2007

Gemeinsames Kreiskirchenamt beschlossen

Die Kreissynode des Kirchenkreises Schwelm hat in ihrer Sitzung am Freitag, dem 7. Dezember die Errichtung eines gemeinsamen Kreiskirchenamtes für die drei Kirchenkreise Schwelm, Hagen und Hattingen-Witten zum 01. August 2008 beschlossen. Nach intensiven Beratungen votierten die Synodalen mit 50 Ja-Stimmen bei 10 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen für die entsprechende Kirchenrechtliche Vereinbarung, die zuvor schon von den Kreissynoden der Kirchenkreise Hagen und Hattingen-Witten verabschiedet wurde. Das neue gemeinsame Kreiskirchenamt wird im Gebäude des jetzigen Kreiskirchenamtes des Kirchenkreises Hattingen-Witten in der Wideystraße 26 in Witten errichtet. Ziel der Zusammenführung soll sein, die gemeinsame Qualität zu steigern und finanzielle Ressourcen besser zu nutzen. Betriebsbedingte Kündigungen sind dabei nicht vorgesehen.

Im Zentrum für Kirche und Kultur fand am Freitag, dem 7. Dezember die 2. Sitzung der 101. Versammlung der Kreissynode des Kirchenkreises Schwelm statt.

  

Synodale Dienste
Bei einer Gegenstimme beschloss die Kreissynode zudem eine möglichst enge Kooperation der übergemeindlich arbeitenden synodalen Dienste aller drei Kirchenkreise in den Arbeitsbereichen Bildung und Erziehung zu realisieren. In der Startphase wird eine Bürogemeinschaft der Frauenreferate der Kirchenkreise (KK) Hattingen-Witten und Schwelm, der Schulreferate der KK Hattingen-Witten/Schwelm und Hagen sowie der Erwachsenenbildung der drei KK am Standort Potthofstraße 40 in Schwelm gebildet. In der Mediothek des Kirchenreises Schwelm, die sich ebenfalls in der Potthoffstraße 40 befindet, werden künftig die Bestände der geschlossenen Mediotheken aus Hattingen-Witten und Hagen zusammengeführt. Ziel der Kooperation soll die Bildung eines gestaltungsraumweiten Fachbereichs aller in Frage kommenden synodalen Dienste sein.
Da die Verwaltung des Diakonischen Werkes Ennepe-Ruhr/Hagen bereits ihren Sitz in Hagen hat, wird damit gewährleistet, dass Evangelische Kirche  auch übergemeindlich in allen Regionen der drei Kirchenkreise verortet ist.

Die Standorte Hagen - für die Diakonie,
Hattingen-Witten - für die Verwaltung und Schwelm - für die synodalen Dienste wurden bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung von der Schwelmer Kreissynode gewählt/bestätigt. 

  

Teilzeitstelle für Fundraising
Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss die Kreissynode die Errichtung einer Teilzeitstelle für Fundraising zum 01. Januar 2008 im Umfang von 8,5 Wochenstunden für zunächst drei Jahre, die mit Herrn Manfred Brauers besetzt werden soll. Manfred Brauers arbeitet als Bildungsreferent in der Evangelischen Erwachsenenbildung Ennepe-Ruhr und hat eine vom Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen angebotene Ausbildung zum Fundraiser abgeschlossen. Er soll in seiner neuen Funktion in erster Linie die Beratung der Gemeinden bei der Auswahl und (Weiter-)Entwicklung der Fundraising-Instrumente, die Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Koordination und Organisation von Aktivitäten sowie die Unterstützung bei der Durchführung von Projekten wahrnehmen. 

   

Haushalt 2008 verabschiedet
Ausgehend von einem geschätzten Kirchensteueraufkommen für das Jahr 2008 in Höhe von 4.776.473 € für den Kirchenkreis Schwelm (das sind rund 330.000 € weniger als 2007) beschloss die Kreissynode die Haushaltspläne für die Finanzausgleichskasse und die Kreissynodalkasse. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Klaus Ostermann, machte in seiner Einbringung des Haushaltes deutlich, dass die finanzielle Lage des Kirchenkreises und der Gemeinden weiterhin angespannt bleibt, da die Finanzprognosen für die kommenden Jahre von deutlich geringeren Kirchensteuereinnahmen ausgehen.
Die Kreissynode stellte im Einvernehmen mit dem Finanzausschuss und dem Kreissynodalvorstand den Pauschalbetrag zur Deckung des Finanzbedarfs der Kirchengemeinden gemäß § 2 der kreiskirchlichen Finanzsatzung auf 1.900.00,00 € fest. Damit die Kirchengemeinden somit mit einer ähnlich hohen Zuweisung wie im Jahr 2007 rechnen und planen können, entnimmt der Kirchenkreis 314.591 € aus der Ausgleichsrücklage. Die Entnahme aus der Ausgleichrücklage begründete Ostermann so: "Wir haben zwei Alternativen: Sturzflug oder Sinkflug. Wir haben uns für den Sinkflug entschieden."
Die Kreissynode des Kirchenkreises Schwelm tritt am Samstag, dem 31. Mai 2008 zu ihrer 1. Sitzung der 102. Versammlung in Ennepetal-Voerde wieder zusammen. (HB)


 
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