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20.01.2009

Kinderarmut wächst

Kategorie: Kinder, Jugendliche, Erwachsene , Familie, Senioren

 

Die Pfarrkonferenz des Kirchenkreises Schwelm beschäftigte sich am 19. Januar mit dem Thema "Kinderarmut". Als Referenten hatte Superintendent Manfred Berger den Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Ennepe-Ruhr/Hagen, Pfarrer Thomas Haensel und den Jugendhilfeplaner der Stadt Schwelm, Olaf Menke eingeladen.

Schwelm. Neben Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Kirchenkreis Schwelm nahmen auch Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen der Kirchengemeinden und der Ev. Jugend im Kirchenkreis an dem Treffen teil.

Superintendent Manfred Berger (Mitte) hatte Pfarrer Thomas Haensel (links), Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Ennepe-Ruhr/Hagen, und Olaf Menke (rechts), Jugendhilfeplaner der Stadt Schwelm, in die Pfarrkonferenz eingeladen.

    

Lasst uns nicht hängen
Zu Beginn der Sitzung  stellte Pfarrer Haensel die Kampagne der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW) gegen Kinderarmut "Lasst uns nicht hängen" vor. Über ein Jahr hatten Kinder in der Landeskirche, auch im Kirchenkreis Schwelm, an dem Thema Kinderarmut gearbeitet. Auf dem Kindergipfel der Westfälische Landeskirche, der vom 6. bis zum 8. Juni 2008 in Villigst mit 500 Kindern (davon 50 aus dem Kirchenkreis Schwelm) stattfand, flossen die Ergebnisse dieser Arbeit in einer Resolution ein, die von den Kindern unterschrieben und an Vertreter der Kirchenleitung übergeben wurde. Bis zur Herbstsynode der EkvW dauert noch die Kampagne, in der Kirchengemeinden und Einrichtungen eingeladen sind, sich praktisch oder theoretisch mit dem Thema zu beschäftigen.
Nähere Informationen zur Kampagne der Landeskirche finden Sie auf der Website der EkvW unter www.ekvw.de

   

30% der Kinder sind betroffen
Olaf Menke vom Fachbereich 4 - Jugend, Soziales der Stadt Schwelm erläuterte den Pfarrerinnen und Pfarrern, dass etwa 30% der Schwelmer Kinder und Jugendlichen von Kinderarmut betroffen oder bedroht seien. Erstaunt und bestürzt über die Zahl, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Pfarrkonferenz Konsequenzen für die Kirchengemeinden und den Kirchenkreis. Neben konkreten Hilfen wie Kindertafeln und Spenden wurden Möglichkeiten zur politische Einflussnahme diskutiert.
Pfarrer Haensel regte an, das Thema Kinderarmut in Form von Kampagnen auf Gemeindefesten und Kreiskirchentagen aufzugreifen. Der gemeinsame Ausschuss für gesellschaftliche Verantwortung der Kirchenkreise Hagen, Hattingen-Witten und Schwelm soll sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigen und Handlungsvorschläge erarbeiten. Auch der Konvent der hauptamtlichen Jugendmitarbeiterinnen und Jugendmitarbeiter im Kirchenkreis Schwelm wird das Thema erneut aufgreifen.
Einig waren sich alle Beteiligten, dass das Thema Kinderarmut noch stärker als bisher in den Blick zu nehmen sei. (HB)



 
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