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14.09.2009

Niemals geht man so ganz

Am Dienstag, den 08. September verabschiedete die Ev. Kirchengemeinde Haßlinghausen und Herzkamp Pfarrer Michael Hayungs. Pfarrer Hayungs war seit dem 1. März 2005 als Synodalvikar in der Gemeinde tätig. Das Presbyterium der Versöhnungskirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück hat ihn vor einigen Wochen zum Pfarrer in Herzebrock-Clarholz gewählt. Pfarrer Hayungs tritt diese Stelle am 1. Oktober an.   Der Saal im Martin-Luther-Haus in Haßlinghausen war am 8. September bis auf den letzten Platz gefüllt. Presbyterinnen und Presbyter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Gemeindeglieder und viele Gäste waren gekommen, um Pfarrer Michael Hayungs zu verabschieden. Superintendent Manfred Berger machte in seiner Andacht zur Tageslosung "Pflüget ein Neues" deutlich, dass der Weggang von Pfarrer Hayungs ganz normal ist: "Eine gewählte Pfarrstelle ist das Ziel der Pfarrausbildung." Trotzdem sei er traurig, dass Michael Hayungs geht: "Michael hat hier reingepasst." Superintendent Berger erinnerte an Kai Hegemann und Andreas Bertram-Weiß, die vor Michael Hayungs als Synodalvikare in Haßlinghausen gearbeitet haben: " Es ist auch eine große Chance für unsere Gemeinde, dass wir durch die Superintendentur diese Personalwechsel haben." Zum Schluss seiner Ansprache legte Superintendent Berger Pfarrer Hayungs die Hände auf und segnete ihn. "Wir erinnern uns gerne an Dich", verabschiedete er den scheidenden Synodalvikar.

Superintendent Manfred Berger (rechts) verabschiedete Pfarrer Michael Hayungs.

Pfarrerin Frauke Hayungs wechselt ebenfalls zum 1. Oktober in die Versöhnungskirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück.

   

Gebügelt und satt
Diesem Votum schloss sich auch Pfarrer Kai Hegemann an. Zusammen mit Pfarrer Berger hatte er ein Abschiedslied nach der Melodie "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt" gedichtet. Bevor die beiden Pfarrer zusammen mit den Festgästen das Lied anstimmten, ging Pfarrer Hegemann auf ein "Markenzeichen" von Pfarrer Hayungs ein: "Michael ist immer zu gut für uns angezogen. Er muss gebügelt und satt sein, damit die Arbeit klappt."
Auch die Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule Haßlinghausen bedankte sich bei Pfarrer Hayungs für die gute Zusammenarbeit: "Wir finden es sehr schade, dass Pfarrer Hayungs jetzt geht. Ich kann der Gemeinde in Rheda-Wiedenbrück nur sagen: Herzlichen Glückwunsch zu diesem Pfarrer. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit." 

   

Care-Paket und Pflanzen
Neben den vielen guten Wünschen und dem Dank für seinen Dienst in der Haßlinghauser Gemeinde durfte sich Pfarrer Hayungs auch über diverse Abschiedsgeschenke freuen. Neben einem Care-Paket, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kindergottesdienstes gepackt hatten, bekam er Pflanzen für den neuen Pfarrgarten und Bücher sowie ein Bild von der Haßlinghauser Kirche.
"Ich werde die Gemeinde nicht vergessen, schon allein deshalb nicht, weil ich hier ordiniert worden bin, und weil ihr uns, als wir im Mai geheiratet haben, ein so schönes Fest geschenkt habt. Danke für viereinhalb wundervolle Jahre", verabschiedete sich Pfarrer Hayungs von "seiner" Gemeinde. Nach seinem Steckenpferd gefragt, erklärte Pfarrer Hayungs: "Ich predige gerne." Seine letzte Predigt in Haßlinghausen hielt Pfarrer Hayungs im Festgottesdienst zum Gemeindefest am Sonntag, dem 13. September. Hier bot sich dann auch denen die Gelegenheit, sich von Pfarrer Hayungs und seiner Frau Pfarrerin Frauke Hayungs zu verabschieden, die am 8. September nicht an der offiziellen Verabschiedung teilnehmen konnten. 

   
Wie Pfarrer Hayungs wechselt auch Pfarrerin Hayungs zum 1. Oktober in die Versöhnungskirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück. Pfarrerin Hayungs war seit dem 1. Mai 2008 als Pfarrerin im Entsendungsdienst in der Ev. Kirchengemeinde Voerde in Ennepetal tätig. Hier wurde sie bereits am Sonntag, den 6. September im Rahmen des ökumenischen Gemeindefestes verabschiedet.  

   

Nachfolge unklar
Das Ehepaar hinterlässt im Kirchenkreis Schwelm eine große Lücke. Für beide sind keine Nachfolger in Sicht. "Leider nimmt die Zahl an Pfarrerinnen und Pfarrern im Entsendungsdienst immer mehr ab", erklärt Superintendent Manfred Berger. Er und seine Haßlinghauser und Voerder Pfarrkolleginnen und -kollegen müssen nun die Arbeitsfelder, die das Ehepaar Hayungs in ihren Gemeinden abgedeckt hat, mit übernehmen. Besonders für Pfarrer Berger, der neben seiner Gemeindepfarrstelle in Haßlinghausen als nebenamtlicher Superintendent des Kirchenkreises Schwelm tätig ist, bedeutet der Weggang von Pfarrer Hayungs einen tiefen Einschnitt. Gemeindedienste, die er aufgrund seiner Tätigkeit als Superintendent nicht wahrnehmen konnte, hatte bisher der Synodalvikar übernommen. "Ich bin froh, dass wir diese Aufgaben in Zukunft unter uns Pfarrkollegen in Haßlinghausen und Herzkamp aufteilen", bedankt sich Pfarrer Berger für die zugesagte Unterstützung seiner Amtsbrüder.  (HB)

 

 


 
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