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06.12.2010

Stagnierende Einnahmen bei steigenden Kosten

In ihrer 2. Sitzung der 104. Versammlung hat die Kreissynode des Kirchenkreises Schwelm am Freitag, den 03. Dezember im Martin-Luther-Haus in Haßlinghausen den Haushalt für das Jahr 2011 verabschiedet.

Superintendent Manfred Berger führte Ulrike Köttgen (rechts) und Sabine Placke als neue Mitarbeiterinnen der Mediothek ein.

Die 2. Sitzung der 104. Versammlung der Kreissynode des Kirchenkreises Schwelm fand im Haßlinghauser Martin-Luther-Haus statt.

 

Dank der guten Konjunktur erwartet die Evangelische Kirche von Westfalen (EkvW) im nächsten Jahr ein ähnlich hohes Kirchensteueraufkommen wie im laufenden Jahr. Das heißt für den Kirchenkreis Schwelm und seine fünf Gemeinden aber keineswegs, dass sich die finanzielle Lage entspannt. „Die steigenden Kosten, vor allem im Personalbereich, sind durch die zu erwartenden Kirchensteuerzuweisungen nur schwer zu kompensieren“, erklärt Superintendent Manfred Berger.

 

Sinkende Gemeindegliederzahlen

Hinzu kommt, dass die Gemeindegliederzahlen ständig abnehmen. Waren im vergangenen Jahr noch 48.496 Personen im Bereich des Kirchenkreises Schwelm Mitglied der Evangelische Kirche, so sind es aktuell 47.648 Personen. Die Zahl der Kirchenaustritte spielt laut Superintendent Berger bei diesem Trend, der sich in den nächsten Jahren fortsetzen wird, nur eine untergeordnete Rolle: „Für die abnehmende Zahl der Gemeindeglieder im Kirchenkreis Schwelm sind vor allem die demografische Entwicklung  und die Abwanderung aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis verantwortlich.“ Diese Einschätzung belegt auch eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Nach dieser Studie hatten im Ennepe-Ruhr-Kreis im Jahre 2003 noch 347 283 Menschen ihren Wohnsitz. Aktuell leben im Ennepe-Ruhr-Kreis 336.600 Menschen, im Jahr 2020 werden es laut der Studie noch 322.900 sein.

 

Pfarrdienstentwicklung

Neben der finanziellen Entwicklung bereitet den Synodalen auch die Pfarrdienstentwicklung Sorgen. Superintendent Manfred Berger verdeutlichte in seinem Bericht anhand eines Schaubildes, wie sich der Personenbestand der Pfarrerinnen und Pfarrer in der EkvW im Vergleich zu dem prognostizierten Bedarf entwickeln wird. Demnach werden im Bereich der EkvW schon im Jahr 2020 Pfarrerinnen und Pfarrer fehlen, um freiwerdende Pfarrstellen zu besetzen. Um diesem Trend entgegen zu wirken, sollen mehr Jugendliche motiviert werden, ein Theologiestudium aufzunehmen.

 

Jahr der Taufe

Neben diesen weniger erfreulichen Prognosen konnten sich die Synodalen auf ihrer Tagung aber auch mit positiven Themen beschäftigen. Zu Beginn der Tagung führte Superintendent Berger im Rahmen einer Andacht, die von Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes gehalten wurde, Ulrike Köttgen und Sabine Placke als neue Mitarbeiterinnen der kreiskirchlichen Mediothek ein.

In ihrem Bericht über die Synode der EkvW, die vom 15. bis zum 19. November in Bielefeld stattfand, stimmte Dr. Maria Magdalena Weber die Kreissynode auf das Jahr der Taufe ein. Unter dem Motto „Gottesgeschenk“ wird die Taufe als Schwerpunktthema für das Jahr 2011 in der EKvW wie im Rheinland, in Lippe und in Niedersachsen einen breiten Raum im Leben der Gemeinden einnehmen. „Wir möchten das Bewusstsein stärken, dass die Taufe ein Anfang ist, der nicht folgenlos bleibt“, zitierte Dr. Weber den leitenden Theologen der EkvW, Präses Alfred Buß.

Zum Abschluss der Synode lud Pfarrer Michael Steffens zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag ein, der vom 1. bis zum 5. Juni 2011 in Dresden stattfindet. Zusammen mit Pfarrer Jürgen Schröder wird Pfarrer Steffens eine gemeinsame Fahrt nach Dresden organisieren. Entsprechende Anmeldeunterlagen liegen ab sofort in allen Gemeindehäusern und Kirchen aus.

Die nächste Sitzung der Kreissynode findet am Samstag, den 21. Mai 2011 statt. Der Ort wird noch bekannt gegeben. (HB)


 
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