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22.12.2010

Investition in die Zukunft

Seit dem 13. Dezember 2010 werden der Saal und das Sitzungszimmer im Zentrum für Kirche und Kultur in Gevelsberg aufwendig saniert. Bis zum Sommer 2011 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Am 20. Januar 2011 soll das nächste Meisterkonzert der Konzertgesellschaft Gevelsberg stattfinden.

Anne-Beate Pöpsel, Claus Jacobi, Thomas Werner, Marlis Masurkewitz und Marc Fahrenkothen berichteten über die Sanierung des Zentrums.

   

Der Rat der Stadt Gevelsberg hatte im April 2009 einvernehmlich mit allen Fraktionen beschlossen, der Evangelischen Kirchengemeinde Gevelsberg 500.000,-- Euro aus dem Konjunkturpaket II für die energetische Sanierung des Zentrums für Kirche und Kultur zur Verfügung zu stellen. „Ich glaube, dass das die richtige politische Entscheidung war“, erklärt Bürgermeister Claus Jacobi. Die Stadt Gevelsberg verfüge über keinen entsprechenden eigenen Veranstaltungsort in derart zentraler Lage. „Deshalb sind wir dankbar, dass die Evangelische Kirchengemeinde eine entsprechende Infrastruktur vorhält, obwohl sie für die eigentliche Gemeindearbeit nicht unbedingt so ein Haus halten müsste. Der Beschluss des Rates ist auch ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit des Fördervereines, der seit fast 12 Jahren das Zentrum betreibt“, betont der Bürgermeister.

 

Finanzieller Kraftakt für die Gemeinde

„Das Presbyterium hat sich lange Zeit schwer getan, das Angebot der Stadt anzunehmen“, erzählt Pfarrer Thomas Werner. „Zusätzlich zu den von der Stadt bereitgestellten Mitteln muss die Kirchengemeinde 12,5% der Baukosten tragen. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Gemeinde war das keine leichte Entscheidung.“ Die Vorplanungsergebnisse eines Arbeitskreises, der sich aus Vertretern der Kirchengemeinde, des Fördervereines, des CVJM, der Stadt und der Konzertgesellschaft zusammensetzte, überzeugte dann das Presbyterium, das Bauvorhaben in Angriff zu nehmen. „Ein wichtiges Kriterium war, dass unsere gesamtgemeindliche Jugendarbeit, die vom CVJM Gevelsberg e.V. geleistet wird, im Zentrum stattfindet“, erklärt Pfarrer Werner.

Die Evangelische Kirchengemeinde hatte Anfang der neunziger Jahre das Haus vom CVJM Gevelsberg übernommen, der das Objekt aus eigenen Mitteln nicht mehr halten konnte. Dem CVJM wurde damals ein Nutzungsrecht der Jugendräume auf Lebenszeit eingeräumt. Dieses Nutzungsrecht sieht u.a. vor, dass die Kirchengemeinde dem CVJM adäquate Räume zur Verfügung stellen muss, sollte sie das Haus in der Südstraße schließen.

Nachdem die Kirchengemeinde vor gut 12 Jahren 1,3 Millionen DM in das Haus in der Südstraße investiert hat (damals wurden viele "nach außen nicht auffällige" Sanierungen, Reparaturen und Neuerungen wie Windfang, Bühne, Garderobe, Künstlergarderobe, behindertengerechter Zugang, Behindertentoilette, Küche, Cafeteria, Dach, Leitungen und mehr durchgeführt), wird jetzt das Zentrum für rund 580.000,-- Euro energetisch saniert. Neben der Erneuerung der raumlufttechnischen Anlage, der Zentralisierung der Wärmeerzeuger und der Dämmung ungedämmter Fassadenteile soll ein teilweiser Austausch der Fenster, die Modernisierung der Beleuchtung, der Einbau eines Parkettfußbodens im Saal und im Sitzungszimmer sowie ein Anstrich an Decken und Wänden erfolgen. Verantwortlich für die Maßnahme ist das Architekturbüro „Harder & Pöpsel“ aus Hagen. „Der Umfang der Maßnahme ist für uns Routine. Der Zeitrahmen stellt für uns aber eine Herausforderung dar“, erklärt die Architektin Anne-Beate Pöpsel. Am 20. Januar 2011 findet das nächste Meisterkonzert der Konzertgesellschaft Gevelsberg statt. Bis dahin soll der erste Bauabschnitt mit der Erneuerung der raumlufttechnischen Anlage und der Zentralisierung der Wärmeerzeuger sowie dem Anstrich an Decken und Wänden abgeschlossen sein. Im Frühjahr erfolgt dann der zweite Bauabschnitt. „Der Stil der 50er Jahre im Saal und im Foyer soll dabei ebenso erhalten bleiben wie die sehr geschätzte gute Akustik des Saales“, betont Marc Fahrenkothen vom Architekturbüro „Harder & Pöpsel“.

Die Jugendarbeit des CVJM Gevelsberg e.V. bleibt von der Maßnahme unberührt, da sich die Bauarbeiten auf den Saalbereich und das Sitzungszimmer konzentrieren.

 

10 Jahre Planungssicherheit

„Nach den Sommerferien wollen wir das Zentrum mit einem Tag der offenen Tür wieder eröffnen“, erzählt Pfarrer Werner. Bis dahin wird ein Arbeitskreis, der mit Vertretern der Kirchengemeinde, des Fördervereins, des CVJM und der Konzertgesellschaft besetzt ist, ein Konzept für ein modernes und effizientes Hausmanagement erarbeiten.

Mit der Entscheidung für die Baumaßnahme hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Gevelsberg im Rahmen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Stadt Gevelsberg verpflichtet, das Zentrum für Kirche und Kultur 10 Jahre lang zu halten. Damit erhalten auch der CVJM und die Konzertgesellschaft, die eng mit dem Zentrum verbunden sind, Planungssicherheit. (HB)


 
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