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24.05.2011

Diakonisches Handeln vernetzen

Am Samstag, dem 21. Mai fand die 1. Sitzung der 105. Versammlung der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Schwelm unter dem Schwerpunktthema „Diakonie“ in Gevelsberg statt.

Die 1. Sitzung der 105. Versammlung der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Schwelm fand im Gemeindesaal an der Lukaskirche statt.

Pfarrer Hans Höroldt, Leiter des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Leverkusen, hielt ein Grundsatzreferat zum Thema „Gemeinde & Diakonie“.

   

Im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst, der von Pfarrer Jürgen Schröder aus Schwelm gehalten wurde, drückte der Bürgermeister der Stadt Gevelsberg in einem Grußwort seinen Dank für das diakonische Engagement der Kirche in der Stadt aus und wies darauf hin, dass viele Projekte, wie z.B. der Tafelladen ohne die Kirchen nicht zu realisieren seien.

In einem weiteren Grußwort überbrachte Landeskirchenrat Dr. Hans-Tjarbert Conring, der als zuständiger Dezernent der EkvW an der Sitzung teilnahm, die Grüße des Präses der EkvW, der Kirchenleitung und des Landeskirchenamtes.

Superintendent Manfred Berger wies in seiner Einführung in das Synodenthema darauf hin, dass sich im Bereich der Diakonie in den letzten Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Veränderungen ergeben haben. Während sich die örtlichen Diakoniestationen bis 1996 noch in gemeindlicher Trägerschaft befanden, wurden sie danach in einem Diakoniestationenverbund auf kreiskirchlicher Ebene zusammen geschlossen. Im Jahr 2001 folgte die Fusion der Diakonischen Werke der Kirchenkreise Schwelm und Hagen und im Jahr 2004 die Fusion mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Hattingen-Witten zum Diakonischen Werk Ennepe-Ruhr/Hagen. Am 1. Januar 2011 fusionierte das Diakonische Werk Ennepe-Ruhr/Hagen mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Iserlohn zur Diakonie Mark-Ruhr gemeinnützige GmbH mit Sitz in Hagen. Der Geschäftsführer des neuen Werkes, Pfarrer Dirk Bobe, stellte im weiteren Verlauf der Synode das neue Werk vor. Pfarrer Bobe betonte in seinen Ausführungen, dass das Werk trotz seiner Größe auch weiterhin auf gute Kontakte zu den Kirchenkreisen und Gemeinden achten will.

Der Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen dem Kirchenkreis mit seinen Gemeinden und dem Diakonischen Werk stand auch im Mittelpunkt eines Referates von Pfarrer Hans Höroldt, dem Leiter des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Leverkusen, zum Thema „Gemeinde & Diakonie“.

In seiner Einbringung der gemeindlichen Jahresberichte zum Synodenthema machte Pfarrer Armin Kunze u.a. deutlich, dass ein Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart erkennbar sei. So werde vor Ort immer noch der Gemeindeschwester nachgetrauert. Darüber hinaus würden die ökonomischen Zwänge der Diakoniestationen beklagt. Im Bereich der Diakonie finde man auf der einen Seite gute Kontakte vor, aber auch die Klage über mangelnde Kommunikation.

Den Vorträgen schlossen sich lebhafte Diskussionen in verschiedenen Arbeitsgruppen an, die in einstimmig verabschiedeten Beschlüssen mündeten.

So beauftragte die Synode den Kreissynodalvorstand (KSV), die Gemeinden darum zu bitten, im Anschluss an die Wahlen zu den Presbyterien in 2012 Diakonieausschüsse einzurichten. Deren erste Aufgabe könnte darin bestehen, zunächst einmal die diakonischen Aufgabengebiete vor Ort zu sichten und dazu auch die Kompetenz von Menschen aus anderen Arbeitsbereichen einzubinden.  Ebenso soll der KSV überprüfen, ob die Einrichtung eines kreiskirchlichen Diakonieausschusses sinnvoll und möglich ist. Darüber hinaus bittet die Synode die Diakonie Mark-Ruhr, nach Ansprechpartnern in den Einrichtungen für die Gemeinden vor Ort zu suchen. Für diese Tätigkeit sollte ein Teil der Arbeitszeit der Mitarbeitenden für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt werden.

Zudem sieht es die Synode als erforderlich an, ein Netzwerk zu bilden, um die Kommunikation zwischen den Gemeinden und der Diakonie zu verbessern.

   

Zukunft einkaufen

Nachdem die Synode dem Kirchenkreisleitungsgesetz der Evangelischen Kirche von Westfalen (EkvW) zugestimmt hatte, in dem es im Kern um die Möglichkeit geht, bei Fusionen von Kirchenkreisen die Ämter von ständig stellvertretenden Superintendenten einzurichten, stellte Pfarrer Dietrich Weinbrenner vom Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der EkvW das Projekt „Zukunft einkaufen - Glaubwürdig wirtschaften in Kirche“ vor. Das Projekt will dazu beitragen, das kirchliche Einkaufsverhalten an ökologischen und sozialen Standards auszurichten.

Die Kreissynode bejahte die Ziele, die das Projekt „Zukunft einkaufen“ verfolgt und befürwortete die Umsetzung im Kirchenkreis. Der KSV wurde beauftragt, entsprechende Schritte einzuleiten und nach Personen zu suchen, die das Thema in die verschiedenen Bereiche des Kirchenkreises einbringen können.

Am Schluss der Beratungen lud Superintendent zur nächsten Tagung der Kreissynode am 9. Dezember 2011 ins Paulus-Gemeindehaus in Schwelm ein. (HB)


 
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