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02.08.2011

Budenzauber in Rüggeberg

Vom 22. bis zum 31. Juli 2011 fand der diesjährige Bauspielplatz in Rüggeberg statt.

Die Wiese neben der Rüggeberger Kirche verwandelte sich in der ersten Ferienwoche in eine Wikingersiedlung.

  

Dass es vormittags Zeugnisse gegeben hatte, spielte am 22. Juli für 187 Kinder nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger war für sie, dass sie am Nachmittag pünktlich auf der Wiese neben der Rüggeberger Kirche waren. Dort lagerten 22 Tonnen Holz, 100 Kilogramm Nägel und 120 Paletten, die in den nächsten Tagen verbaut werden sollten. Und so machten sich die Kinder direkt nach der Schule an die Arbeit. Im Laufe der Tage entstand nicht nur eine imposante Budenstadt im Stil einer Wikingersiedlung, sondern auch ein detailgetreues Wikingerschiff. Dass Rüggeberg weder in Skandinavien noch am Wasser liegt, störte die fleißigen Handwerker dabei nicht im geringsten. In ihrer Fantasie wandelten sie auf den Spuren von Wiki und den starken Männern. Begleitet wurden sie von Ian von Chattwick, dem irischen Mönch alias Harald Marohn.

Harald Marohn organisiert seit vielen Jahren für die Evangelische Kirchengemeinde Milspe-Rüggeberg und für den CVJM Rüggeberg den Bauspielplatz. In diesem Jahr wird er von über 70 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt. „Alleine auf dem Bauplatz sind 45 Mitarbeiter im Einsatz“, erzählt Marohn.

   

Wikingerküche

Wer viel arbeitet, hat auch viel Hunger. Aus diesem Grund kümmerte sich Solveig Meder zusammen mit fast 30 anderen Frauen um die Verpflegung der Wikinger.

„An einem Tag habe ich für das Dessert 90 Bananen püriert sowie 15l Joghurt, 10 kg Quark und 1l Schlagsahne verarbeitet. Alleine die Bananen zu pürieren hat knapp eine Stunde gedauert“, erzählt Solveig Meder. Die Wikingerfrauen in der Küche leisteten Schwerstarbeit und trotz allem oder gerade deshalb machte es allen riesigen Spaß.

Spaß hatte auch Jürgen Burggräf, der wie in jedem Jahr am letzten Bautag den „Hütten-TÜV“ abnahm: „Es ist doch toll, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache sind.“ Da alle Hütten den Test des Sachverständigen bestanden hatten, durften sich alle Wikinger am Eisbüfett erfrischen, das die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld gespendet hatte. Neben der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld unterstützten auch die Firmen Schumacher und Grün & Mücher sowie zahlreiche Privatleute den Bauspielplatz. „Ohne diese Spenden könnten wir die Maßnahme nicht durchführen“, erzählt Harald Marohn und bedankt sich bei allen, die den Bauspielplatz unterstützt haben.

   

Abschlussfest

Nachdem der TÜV den Bauspielplatz abgenommen hatte, konnten sich am 31. Juli auch die Eltern und die gesamte Gemeinde von den handwerklichen Fähigkeiten der Rüggeberger Wikinger überzeugen. Nach dem Gemeindegottesdienst fand ein großes Wikingerfest statt, dessen Erlöse dem Förderverein des Evangelischen Kindergartens in Rüggeberg zugute kommen.

Jetzt ist auf der Wiese neben der Rüggeberger Kirche wieder Ruhe eingekehrt. Aber mit Sicherheit rücken zu Beginn der nächsten Sommerferien wieder die Bauleute an und verwandeln den Platz erneut in eine tolle Budenstadt. (HB)


 
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