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08.01.2016

Weihnacht der Nationen

Die Evangelische Kirchengemeinde Haßlinghausen-Herzkamp-Silschede und die Kath. Kirchengemeinde St. Josef hatten am 6. Januar zu einem ökumenischen Epiphanias-Gottesdienst in die Evangelische Kirche Haßlinghausen eingeladen.

Die Ev. Kirche in Haßlinghausen war bis auf den letzten Platz besetzt.

Im Martin-Luther-Haus wurde nach dem Gottesdienst weiter gefeiert.

  

 

Pfarrer Thomas Bracht von der Evangelischen Kirchengemeinde freute sich zusammen mit Pfarrer Burkhard Schmelz und Father Dominic Ekweariri von der Katholischen Kirchengemeinde über eine bis auf den letzten Platz voll besetzten Kirche. Neben den evangelischen und katholischen Gemeindegliedern waren zahlreiche Flüchtlingsfamilien der Einladung zur „Weihnacht der Nationen“, gefolgt. Entsprechend hatte das Vorbereitungsteam das Gottesdienstprogramm mit den Liedern und Gebeten dreisprachig gedruckt. Selbst das Evangelium des Tages wurde in Deutsch, Englisch und Arabisch gelesen.

Pfarrer Bracht wies in seiner Begrüßungsansprache auf das Friedenslicht aus Bethlehem hin, das auf dem Altar leuchtete: „Das Licht soll uns eine Mahnung zum Frieden sein.“

   

Pfarrer Schmelz machte in seiner Ansprache deutlich, dass die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland viel mit den Gottesdienstbesucherinnen und –besuchern gemein hat. „Viele von ihnen haben sich, wie die Weisen damals, auf der Suche nach Frieden aufgemacht.“ Die Weisen hätten Geschenke mit zur Krippe gebracht. Die Menschen, die aus ihrer Heimat zu uns geflüchtet seien, hätten ebenfalls etwas mitgebracht, nämlich ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie in unsere Gesellschaft einbringen könnten. Zudem wären viele, die zu uns geflüchtet wären, wie die Weisen, gottesfürchtige Menschen. „Das müssen wir vielleicht in Deutschland neu lernen.“ Zum Schluss seiner Ansprache lud Pfarrer Schmelz alle Anwesenden ein, wie die Weisen dem Stern zu folgen. Diese Einladung unterstrichen die Sternsinger der Kath. Kirchengemeinde St. Josef, die mit einem Lied die Gottesdienstgemeinde grüßten.

   

Nach dem Gottesdienst wartete auf alle ein buntes und reichhaltiges Buffet im benachbarten Martin-Luther-Haus. Viele Gemeindeglieder als auch Flüchtlingsfamilien hatten Speisen mitgebracht und so zum Gelingen des Abend beigetragen. Wie schon in der Kirche, war bald kein Platz mehr frei. „Wir müssen noch Teller organisieren“, freute sich Pfarrer Bracht über den „Ansturm“ auf das Gemeindehaus. „Das ist doch toll, dass so viele Menschen zu uns in die Kirche kommen.“

Aber nicht nur das Essen wurde geteilt. Auch das musikalische Programm war vielseitig und bunt. So bereicherte z.B. Abdulkader, der vor fünf Monaten mit seiner Familie aus Aleppo in Syrien geflüchtet war, mit seiner Musik den Abend.

  

Am Ende waren sich alle einig, dass die „Weihnacht der Nationen“ eine ausgesprochen gelungene Veranstaltung war. „Wir sind uns näher gekommen. Und das ist gut“, zog Pfarrer Bracht eine positive Bilanz. (HB)


 
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