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21.02.2016

Wir wollen die Erde bewahren

Am Sonntag, den 21. Februar wurde die 7. Weltwoche des Evangelischen Kirchenkreises Schwelm mit einem feierlichen Gottesdienst in der Schwelmer Christuskirche eröffnet.

Pfarrer Dietrich Weinbrenner hielt in seiner Predigt ein Plädoyer zur Bewahrung der Schöpfung.

  

 

Gleich zu Beginn des Gottesdienstes dankte Pfarrerin Marianne Funda, die den Gottesdienst leitete, dem Posaunenchor des CVJM Schwelm e.V. unter der Leitung von Michael Grams und KMD Sabine Horstmann für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes. Besonders begrüßte sie Pfarrer Dietrich Weinbrenner vom Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen, der die Predigt in dem Gottesdienst hielt.

   

Globale Sicht auf die Schöpfung

Pfarrer Weinbrenner, der auch Mitglied in dem Vorbereitungskreis der Weltwoche ist, machte anhand von Zitaten einiger Astronauten deutlich, wie klein und zerbrechlich unsere Erde aus dem All heraus betrachtet aussieht. Weinbrenner betonte, dass die amerikanischen, russischen, deutschen, syrischen und vietnamesischen Astronauten, die er zitierte, einen globalen Blick auf die Erde genommen hätten, in dem Ländergrenzen nicht zu erkenne gewesen wären. Was aber selbst aus dem All unverkennbar gewesen wäre, sei z.B. das erhebliche Ausmaß der Regenwaldabholzung, das selbst aus der Raumstation ISS zu beobachten gewesen wäre.

„Weil unsere Erde begrenzt ist, müssen wir sie bewahren“, zog Weinbrenner den Schluss aus den Beobachtungen der von ihm zitierten Astronauten.

Wie die Astronauten habe auch die Bibel eine globale Sicht auf die Erde, auf die Schöpfung. „Wir leben zwischen Schöpfungsgeschichte und Offenbarung und sind als Menschen Teil der Schöpfung“, betonte Weinbrenner in seiner engagierten Predigt.

Und als Teil der Schöpfung hätten wir Menschen auch eine besondere Verantwortung. Deshalb sei die Idee entstanden, die diesjährige Weltwoche unter das Thema „Unser Müll – eine Spurensuche“ zu stellen. Auch wenn es den Anschein habe, dass wir in Deutschland in Sachen Müll gut aufgestellt seien, gelte es, genauer hinzusehen. Als Beispiele nannte Weinbrenner das Problem des Plastikmülls in den Weltmeeren, die wachsenden Elektroschrottberge sowie die Vernichtung von Lebensmitteln.

Erfreut zeigte sich Weinbrenner, dass Papst Franziskus sich in seiner neuen Enzyklika ebenfalls mit dem Thema Bewahrung der Schöpfung befasst: „Am liebsten würde ich ihnen die ganze Enzyklika vorlesen.“

     

Die Weltwoche wird morgen  um 19.30 Uhr mit einem Vortrag in der Martin-Luther-Kirche in Altenvoerde zum Thema „High Tech für Deutschland –Giftiger Müll für Afrika“ fortgesetzt. (HB)


 
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