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08.03.2016

Kommunikation verbessern

Im Januar reiste eine Delegation des Evangelischen Kirchenkreises Schwelm nach West Papua, um zusammen mit Vertretern der vier Partnerschaftskirchenkreise die Partnerschaftsarbeit zu evaluieren.

v. l. n. r.: Yudas Meage (Superintendent des KK Balim-Yalimo), Kirchenpräsident Alberth Yoku, Thomas Bracht, Daniel Mofu (Superintendent des KK Mamberamo-Apawer), Yahya Walianggen (Superintendent des KK Yalimo Utara) präsentierten die Partnerschaftsvereinbarung. Die Superintendentin des Kirchenkreises Yalimu fehlte krankheitsbedingt.

Unser Bild zeigt die Ankunft der zahlreichen Besucherinnen und Besucher auf Mansinam am 05. Februar 2016.

Pfarrer Thomas Bracht hielt am 05. Februar die Predigt im Festgottesdienst auf Mansinam.

  

 

Pfarrer Thomas Bracht, Synodalbeauftragter für die Partnerschaftsarbeit, wurde von Pfarrer Dietrich Weinbrenner vom Amt für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung (MÖWe) in der EKvW, Kristina Neubauer, Mitarbeiterin bei der „Vereinte Evangelische Mission“ (VEM) sowie von Stefan Meisen und Martin Zurnieden, die in den Jahren 2013 und 2015 an den Jugendaustauschprogrammen der Partnerschaftsarbeit teilgenommen haben, begleitet.

Vom 24. bis zum 28. Januar beleuchtete die deutsche Delegation zusammen mit den Vertretern der Kirchenkreise (KK) Balim-Yalimo, Yalimu, Yalimoutara, und Mamberamo-Apawer die Programme, mit denen sich der Evangelische Kirchenkreis Schwelm in West Papua engagiert.

   

Die Kommunikation muss verbessert werden

„Ein großes Problem stellt die Kommunikation dar. Die wenigsten Vertreter aus West Papua sprechen Deutsch oder Englisch. Und von uns spricht kaum jemand Indonesisch“, erläutert Pfarrer Bracht.

„Hinzu kommt, dass Nathan Pahabol der einzige Ansprechpartner für unsere Stiftung vor Ort ist. Wir wollen deshalb die Strukturen verbessern und neue Koordinatoren finden, die Nathan unterstützen können“, erzählt Thomas Bracht.

Am Ende der Evaluation stand die Verabschiedung einer Partnerschaftsvereinbarung, in der die wesentlichen Vorhaben für die nächsten fünf Jahre (Weiterentwicklung der Bildungsprogramme, Besuche, Verbesserung der Kommunikation, Weiterentwicklung der Strukturen) festgehalten worden sind. „Die zeitliche Begrenzung impliziert zugleich, dass im Jahr 2021 die nächste Evaluation stattfinden soll“, betont Pfarrer Bracht.

    

Gastprediger auf Mansinam

Im Anschluss an die Evaluation unternahmen die Mitglieder der deutschen Delegation unterschiedliche Besuchsprogramme. Pfarrer Bracht besuchte zwei Grundschulen und eine pädagogische Hochschule in Wamena. Die Schulen waren an einem Ausbildungsprogramm für Aushilfslehrer der Stiftung Ausbildung für Papua beteilig gewesen. Von dort ging seine Reise weiter nach Mansinam. Mansinam ist eine kleine Insel, die der Hafenstadt Manokwari vorgelagert ist.

Am 05. Februar 1855 betraten Karl Wilhelm Ottow und Johann Gottlob Geißler als erste Missionare  auf Mansinam den Boden von Papua. Heute ist der 5. Februar ein gesetzlicher Feiertag in Papua, an dem die Ankunft des Evangeliums auf Papua gefeiert wird.

Mehr als 10.000 Menschen kommen jedes Jahr am 05. Februar auf die Insel Mansinam, um einen festlichen Gottesdienst und ein fröhliches Fest zu feiern.

„Mir wurde in diesem Jahr die große Ehre zuteil, in dem Gottesdienst zu predigen“, erzählt Pfarrer Bracht. „Albert Yoko, der Kirchenpräsident der GKI, unserer Partnerkirche in West Papua, hatte mich um diesen Dienst gebeten, den ich sehr gerne übernommen habe.“ Sogar die größte Zeitung in West Papua, die „Cenderawasih Posi“ brachte am nächsten Tag einen großen Artikel über den Gottesdienst. Mitte Februar waren dann  alle Delegationsteilnehmer wieder zurück in Deutschland. (HB)


 
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