Evangelische Kirche in Ennepetal, Gevelsberg, Hasslinghausen und Schwelm
 
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18.12.2009

Euer Herz erschrecke nicht!

Dirk Küsgen (Pfarrer in Gevelsberg)

Jahreslosung 2010

 

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich.

 

(Johannesevangelium 14,1)

 

Es gibt doch Gründe zum Erschrecken im Gepäck für das neue Jahr, oder?!

Klimawandel, Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, ausufernde Gewalt in Afghanistan, persönliche Krisen ...

Jesus aber verbreitet Hoffnung und beruhigt. Ist Jesus naiv? Sind Christen naiv? Keineswegs.

 

Was wir als bedrohlich empfinden, ist auch, dass die Gefahr sich selten an einer Person festmachen lässt.

„Die Krise“, „das Schicksal“, „der Krieg“, „die Krankheit“, „der Tod“, all das sind abstrakte Mächte ohne Person -

jedenfalls verrät unsere Sprache da unsere nebulösen Vorstellungen.

 

Die christliche Hoffnung hingegen ist nicht abstrakt: Sie verbürgt sich in einer Person. Jesus Christus hat gesagt ...

Jesus Christus - wahrer Mensch und Gott. Und wie die Engel zu Ostern und Weihnachten „Fürchtet euch nicht!“ verkünden, so spricht auch er. Woher nimmt er diese Gewissheit? „In der Welt habt ihr Angst. Aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh.  16,33) sagt er an anderer Stelle. Der in Person die Hoffnung verbürgt, ist also nicht naiv, sondern kannte die erschreckenden Mächte bis zum eigenen gewaltsamen Tod am Kreuz. Aber durch die Auferstehung hat er sie überwunden. Weil er selbst stärker ist als der Tod, können wir ihm vertrauen. Er ist stärker als alle „Mächte“, die uns bedrohen.


 
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