EvangelischeEv. Kirche in Ennepetal, Gevelsberg, Haßlinghausen, und Schwelm

„Verbunden durch Christus“

Seit vielen Jahren laden der CVJM Kreisverband Schwelm und der Evangelische Kirchenkreis Schwelm an Christi Himmelfahrt zu einem Open-Air-Gottesdienst ins Hülsenbecker Tal in Ennepetal ein. In diesem Jahr fand der Gottesdienst zum ersten Mal unter der Beteiligung der Propstei St. Marien als Ökumenischer Gottesdienst statt.

Als Zeichen der Verbundenheit hatten alle Gottesdienstbesucherinnen und –besucher ein buntes Textilband bekommen.

Trotz des unbeständigen Wetters waren wieder zahlreiche Gottesdienstbesucherinnen und –besucher ins Hülsenbecker Tal gekommen.

Superintendent Schulte betonte in seiner Predigt die ökumenische Verbundenheit.

Superintendent Andreas Schulte zeigte sich bei seiner Begrüßung sichtlich erfreut: „Das ist Wahnsinn! Wir feiern einen internationalen Gottesdienst. Menschen aus Gevelsberg, Ennepetal, Schwelm und von weiter her sind gekommen.“ Und Schulte zeigte sich erleichtert, dass das Wetter hielt. Danach sah es nämlich am frühen Morgen nicht aus, als es Bindfäden regnete.

     

Paralleler Kindergottesdienst

Aber so zeigte sich das vertraute Bild an der Musikmuschel: Alle Plätze auf den Bänken waren besetzt. Und wer keinen Platz mehr fand, der gab sich mit einem Stehplatz zufrieden.

Der Posaunenchor des CVJM Kreisverbandes unter der Leitung von Thorsten Schlüter hatte sich im Halbrund vor der Musikmuschel aufgebaut, und unter der Palisade gegenüber der Musikmuschel dufteten schon die ersten frischen Waffeln des CVJM Altenvoerde.

Für eine besondere Atmosphäre sorgte der rauchende Meiler neben der Musikmuschel, der in diesem Jahr einen zusätzlichen Anziehungspunkt zum Himmelfahrtstag im Hülsenbecker Tal bildete.

Und etwas Abseits hatte David Metzner mit einem Team Ehrenamtlicher einen Platz vorbereitet, an dem parallel zum Erwachsenengottesdienst ein Kindergottesdienst stattfand.

     

Teekesselchen

Gemeinsam mit der Pastoralreferentin in der Propstei St. Marien Claudia Buskotte und Ehrenamtlichen des CVJM Kreisverbandes führte Superintendent Schulte durch den Gottesdienst an der Musikmuschel.

„Ich habe früher immer gerne Teekesselchen gespielt“, begann Superintendent Schulte seine Predigt. Beim Teekesselchen muss man verschiedene Bedeutungen von Worten herausfinden. „Das Motto des Gottesdienstes lautet ja „Verbunden mit Christus““, erläuterte Schulte. „Und das Wort „verbunden“ oder „verbinden“ beschreibt ja auch verschiedenes.“

Zum einen seien Menschen miteinander verbunden, würden Menschen zusammengeführt. „Darauf zielt das Evangelium ab“, erklärte Schulte. Unser christlicher Auftrag sei es, Menschen zu verbinden und sich für den Frieden einzusetzen. Dabei bemerkte der Superintendent, dass in der Geschichte nur allzu oft auch in der Kirche mehr getrennt als verbunden wurde. „Deshalb ist es umso schöner, dass wir diesen Gottesdienst heute ökumenisch feiern, denn wir sind trotz unserer unterschiedlichen Traditionen doch durch Jesus Christus verbunden.“

    

Bunte Bänder als Zeichen der Verbundenheit

Als Zeichen dieser Verbundenheit hatten alle Gottesdienstbesucherinnen und –besucher ein buntes Textilband bekommen. Während des gemeinsam gesprochenen Glaubensbekenntnisses und an weitern Stellen des Gottesdienstes bildete die Gottesdienstgemeinde durch das gemeinsame Halten der Bänder mit den jeweiligen Nachbarn lange Ketten der Verbundenheit.

Neben diesem Aspekt der Verbundenheit, lenkte Superintendent Schulte in seiner Predigt den Blick auf eine weitere Bedeutung der Worte verbinden und verbunden: „Man kann auch jemanden verbinden, für ihn da sein, ihn heilen“, erklärte Schulte.

In Bezug auf den Krieg in der Ukraine, fragte er, ob es wohl jemals so etwas wie Versöhnung geben kann und was wir Christenmenschen dafür tun können. „Wir können und sollen auf jeden Fall Christus als den bezeugen, der uns heil macht und uns verbindet. Die Welt braucht uns!“

Zum Schluss rief Schulte dazu auf, sich gegenseitig zu unterstützen und füreinander da zu sein.

Nach dem Gottesdienst leerte sich der Platz nur sehr langsam. Zum einen lockte der Waffelduft und zum anderen lud der Meiler zum Verweilen ein.