EvangelischeEv. Kirche in Ennepetal, Gevelsberg, Haßlinghausen, und Schwelm

BiodiversitätsCheck

Dr. Gunnar Waesch, Dipl.-Biologe und Referent im Projekt "BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden" im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen informierte am Donnertag, 11. November im Paulus-Gemeindehaus in Schwelm über das Projekt auf dem Evangelischen Friedhof Oehde.

Einige Interessierte waren ins Paulus-Gemeindehaus gekommen, um sich über das Thema Biodiversität zu informieren. (Foto: Jörg Klesper)

Das Thema Artenvielfalt hat bereits seit langem einen großen Stellenwert bei der Pflege und Bewirtschaftung des Friedhofs. Insektenhotels sind ein Ausdruck des Engagements. (Foto: Harald Bertermann)

Neben dem NABU Beauftragten für Schwelm, Jürgen Döbert waren verschiedene Interessierte ins Paulus-Gemeindehaus gekommen, um sich über das Projekt zu informieren.

        

Lob für das Friedhofsteam

Dr. Waesch lobte das Friedhofsteam und das Presbyterium für die Arbeit und das Engagement: „Die Evangelische Kirchengemeinde Schwelm nimmt mit ihrem Friedhof Oehde am Projekt „BiodiversitätsCheck in Kirchengemeinden, Schwerpunkt Friedhöfe“ teil. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogrammes „Biologische Vielfalt“ gefördert und zusammen mit dem Erzbistum Köln und der Landeskirche Hannovers durchgeführt.

Generell gilt der Rückgang der Artenvielfalt neben dem Klimawandel als das gravierende Umweltproblem. Wesentliches Ziel des Projektes ist es deshalb, die biologische Vielfalt auf kirchlichen Friedhöfen zu erhöhen und im Siedlungsraum zu steigern.

Im Rahmen eines BiodiversitätsChecks wurde auf dem Friedhof Oehde die aktuelle Situation der biologischen Vielfalt erfasst. Die Begehung fand mit Vertreter:innen der Landeskirche, der Biologischen Station im Ennepe Ruhr Kreis, Friedhofspersonal sowie der Kirchengemeinde statt.

Im Rahmen einer gemeindeinternen Veranstaltung wurden die Ergebnisse und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der biologischen Vielfalt vorgestellt. Welche Maßnahmen letztlich umgesetzt werden sollen, entscheiden die Friedhofsleitung und das Presbyterium. Die Maßnahmen sollen möglichst mit Ehrenamtlichen umgesetzt werden. Begleitend wird eine Fortbildung zu Schöpfungsbotschafter:innen angeboten, an der mehrere Interessierte teilnehmen können, um in der Kirchengemeinde langfristig als Multiplikator:innen zu wirken.

       

Artenvielfalt hat hohen Stellenwert

Ein wesentliches Resultat des BiodiversitätsChecks ist, dass das Thema Artenvielfalt bereits seit langem einen großen Stellenwert bei der Pflege und Bewirtschaftung des Friedhofs hat. Das Spannungsfeld zwischen Erhalt der biologischen Vielfalt/Naturschutz, Wünschen der Friedhofsnutzer:innen und Verkehrssicherungspflicht wird bereits jetzt ausgesprochen gut und umfangreich bearbeitet. Der Friedhof Schwelm ist der erste Friedhof innerhalb der EKvW, der mit dem Zertifikat „Grüner Hahn“ ausgezeichnet wurde. Aus diesem Grund wurden bereits viele wichtige Maßnahmen geplant und z.T. umgesetzt, die dem Erhalt der biologischen Vielfalt dienen. Sie sind im Umweltbericht beschrieben, der für die Zertifizierung „Grüner Hahn“ erstellt wurde: Er enthält viele Ideen für den Erhalt der biologischen Vielfalt.“