EvangelischeEv. Kirche in Ennepetal, Gevelsberg, Haßlinghausen, und Schwelm
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Generationenwechsel und Neukonzeptionierung

Die Beratungsstelle für Schwangerenkonflikte und Partnerschaftsprobleme im Evangelischen Beratungszentrum des Evangelischen Kirchenkreises (EBZ) bietet sowohl in Ennepetal als auch in Witten Beratung in den Bereichen Schwangerenkonfliktberatung (gem. §§5 u. 6 SchKG), Allgemeine Schwangerenberatung / Frühe Hilfen sowie Sexual- und Partnerschaftsberatung (gem. §2 SchKG) an.

Nachdem Sabine Engelhard, die ausschließlich in der EBZ-Außenstelle in Witten gearbeitet hatte, zum Jahresende in den Ruhestand gegangen war, hat Alexandra Krüger, die seit dem 1. September 2015 im EBZ als Schwangerschaftsvertretung arbeitet, die Stelle übernommen. Zusammen mit Silke Sessinghaus bildet sie jetzt das Team der Beratungsstelle für Schwangerenkonflikte und Partnerschaftsprobleme.

Differenziertes und breites Angebot

Frau Krüger und Frau Sessinghaus verfügen über unterschiedliche Arbeitsschwerpunkte. Neu ist, dass beide sowohl in Ennepetal als auch in Witten als An-sprechpartnerinnen vor Ort sind. Dies ermöglicht es, an beiden Standorten gleichermaßen ein differenziertes und breites Angebot vorzuhalten.

Frau Krüger bietet als Systemische Therapeutin (DGSF) besonders Paaren Beratung an. Dies umfasst ganz verschiedene Bereiche, in denen Paare sich eine Veränderung in ihrem Zusammenleben wünschen. Dazu kann auch Beratung in Fragen der Sexualität gehören oder bei einem unerfüllten Kinderwunsch des Paares. Für viele Paare ist dies mit großer Belastung und gleichzeitig Verunsicherung verbunden.

Frau Sessinghaus widmet sich mehr der Beratung von Familien und Personen mit Säuglingen und Kleinkindern. Die entwicklungspsychologische Beratung, die bisher nur in Ennepetal angeboten wurde, basiert auf den Erkenntnissen der Säuglings- und Bindungsforschung und fördert gezielt die Fähigkeit der Eltern, feinfühlig auf ihr Kind zu reagieren. Das Angebot richtet sich an Eltern, die aus ganz unterschiedlichen Gründen, im Umgang mit ihren Kindern verunsichert sind und neue Impulse in einem anstrengenden Alltag mit einem Kleinkind benötigen, nicht nur an Eltern „sogenannter Schreibabys“.

Ermutigung braucht Freiraum

Beide Beraterinnen führen weiterhin an beiden Standorten Beratungen im Bereich Schwangerenkonfliktberatung (gem. §§5 u. 6 SchKG) durch.

„Mit der Frau, nicht gegen Sie“ ist der Grundsatz der evangelischen Beratungsstellen, die Schwangerschaftskonfliktberatung als einen umfassenden und ganzheitlichen Prozess verstehen, in dem Frauen und Paare in einem geschützten Rahmen angenommen werden. Dies verhilft dazu in einer Konflikt- und Notsituation mit vielleicht ganz verschiedenen Gefühlen und Gedanken ernst genommen zu werden und entscheidungsfähig zu sein. 

Silke Sessinghaus und Alexandra Krüger betonen, dass es ihnen ein großes Anliegen ist, diese Beratung fortzusetzen. Zu der Schwangerschaftskonfliktberatung gehört auch, dass Frauen und Paare alle erforderlichen Informationen und Bescheinigungen erhalten.

Insgesamt waren in den letzten Jahren die Hauptanlässe, die Beratung aufzusuchen:

  • Krisen- und Konflikte in der Partnerschaft
  • Begleitung / Beratung nach Geburt eines Kindes
  • Fragen zu Schwangerschaft und Geburt
  • Probleme mit Sexualität / Libido
  • Finanzielle und wirtschaftliche Situation
  • Verhütungsberatung

Teil eines integrierten Beratungszentrums

Die Beratungsstelle für Schwangerenkonflikte und Partnerschaftsprobleme kann in Ennepetal als Teil eines integrierten Beratungszentrums bei Bedarf auch an andere MitarbeiterInnen und Fachleute im Haus verweisen, wenn das nötig und angezeigt ist, oder wenn Klienten aus der eigentlichen Zielgruppe der Beratungsstelle herausfallen, weil z.B. die Kinder älter als 3 Jahre sind. In Witten und in Ennepetal arbeiten Frau Krüger und Frau Sessinghaus auch mit anderen Stellen und Kooperationspartnern außerhalb des Beratungszentrums eng zusammen. (HB)

Medienkompetenz versus Mediensucht

Das Caritas Suchthilfezentrum Schwelm (SHZ) und das Evangelische Beratungszentrum im Kirchenkreis Schwelm (EBZ) hatten am 09. Juni in Kooperation mit der Stadt Ennepetal zu einem Fachtag für pädagogische Fachkräfte ins Mehrgenerationenhaus in Ennepetal eingeladen.

Fast zeitgleich zum Fachtag veröffentlichte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), den Drogen- und Suchtbericht 2016. Darin stellt sie fest, dass von den 14- bis 64jährigen in unserem Land etwa 560.000 Menschen als internetabhängig bezeichnet werden müssen. Hinzu kommt laut Mortler eine große Zahl gefährdeter Nutzer.

Auch wenn diese Zahlen bei der Planung des Fachtages, der am 09. Juni stattgefunden hat, noch nicht veröffentlicht war, so decken sie sich doch mit den Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SHZ und des EBZ: "Handy, Spielkonsole, PC, Internet usw. spielen im Leben vieler Kinder und Jugendlicher eine große Rolle", heißt es im Eingangsflyer zur Fachtagung.

Wir wollten mit unserer Tagung pädagogische Fachkräfte bei ihrem Bemühen, auf die Entwicklung der Medienkompetenz der Jugendlichen einwirken zu können, unterstützen und Hilfestellungen geben", erklärt Udo Hagemeier, Mitarbeiter im EBZ.

In Vorträgen und Workshops hatten die gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich u.a. einen Überblick über die neuesten Trends in Sachen Medien zu verschaffen und sich gemeinsam über mögliche Strategien auszutauschen. Das Organisationsteam um Hanna Oetmann (EBZ) und Anke Duarte (SHZ) hatte dazu kompetente Referentinnen und Referenten eingeladen:

Marcel Gießwein, freiberuflicher Bildungsreferent und Medientrainer, gab in seinem Einführungsreferat einen allgemeinen Überblick über das Thema "Jugend und Medien" und präsentierte aktuelle Zahlen. Da Torben Kohring von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, fjmk, erkrankt war, übernahm Gießwein auch den Vortrag zu "Kompetenzen in der digitalen Gesellschaft". Im Anschluss an den Vortrag leitete er ebenso einen Workshop, wie Andrea Latusek vom ViA AWO - Beratungszentrum in Wetter und Uwe Kreis, Direktion Kriminalität, KK2 KP/O, Schwelm.

Am Ende der Veranstaltung zeigten sich sowohl die Veranstalter als auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden. "Die Veranstaltung war auch im Sinne einer gelingenden Suchtprophylaxe ein voller Erfolg", resümierte Udo Hagemeier. (HB)

 

 

 

20 Jahre Birkenstraße

Vor 20 Jahren zog die damalige Beratungsstelle des Kirchenkreises Schwelm von der Kirchstraße in die Birkenstraße in Ennepetal. Am 29. August 2014 feierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Evagelischen Beratungszentrum mit Nachbarn und Freunden der Einrichtung dieses kleine Jubiläum.

Seit dem Einzug des jetzigen Beratungszentrums hat sich eine Menge in dem ehemaligen Pfarrhaus getan. So wurde erst in den letzten Monaten mit dem Umbau der Verwaltungsräume das Raumkonzept der Einrichtung den Bedürfnissen der Arbeit erneut angepasst. Dass sich das Beratungszentrum heute als offene und freundliche Einricht präsentiert, davon konnten sich die Festgäste Ende August ein Bild machen.

In lockerer Atmosphäre und bei einem kleinen Imbiss kamen die Festgäste schnell miteinander und mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Einrichtung ins Gespräch.

In drei Jahren steht dem Beratungszentrum ein weiteres Jubiläum ins Haus. Dann feiert der Evangelische Kirchenkreis Schwelm das 50jährige Bestehen des Evangelischen Beratungszentrums. (HB)