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Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung

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Sexuelle Gewalt und Belästigung geschieht im Geheimen und rechnet mit dem Schweigen der Betroffenen und des Umfeldes.

Sexuelle Gewalt und Belästigung ist „schambesetzt“ und macht deshalb sprachlos. Sexuelle Gewalt und Belästigung richtet sich vor allem gegen Frauen, Kinder und Jugendliche. Sie findet in allen sozialen Milieus statt und macht auch keinen Halt vor der Kirchentür.

Auch die Kirche ist ein Bereich, in dem Abhängigkeitsverhältnisse in grenzüberschreitender Weise ausgenutzt werden, in dem sexuelle Gewalt und Belästigung geschieht.

Die Evangelische Kirche von Westfalen beschäftigt sich seit vielen Jahren eingehend mit dem Thema sexueller Gewalt und Belästigung im Raum der Kirche.

Siehe auch https://www.evangelisch-in-westfalen.de/angebote/umgang-mit-verletzungen-der-sexuellen-selbstbestimmung/

Zum 1. Januar 2019 hat die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen Kirchenrätin Daniela Fricke zur hauptamtlichen Beauftragten für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung berufen.

Den Betroffenen von Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung in der Kirche erkennbar als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen, zählt zu ihren vordringlichen Aufgaben. Zu hören, zu beraten, Hilfen zu vermitteln, die Aufklärung zu befördern und für die Ansprüche der Betroffenen einzutreten – darum geht es vor allem. Zudem werden die bereits vorhandenen Strukturen im Bereich der westfälischen Kirche zu einem wirksamen System von Prävention, Intervention, Hilfe und Aufarbeitung ausgebaut und sind auf eine gesetzliche Grundlage gestellt: Die Landessynode hat „Das Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt" am 18. November 2020 beschlossen.

Für juristische Fragen im gesamten Themenspektrum kooperiert die Beauftragte intensiv mit Landeskirchenrätin Barbara Roth.

Kirchenrätin Fricke unterstützt die Landeskirche beim konsequenten und angemessenen Umgang mit Verdachtsfällen. Dabei arbeitet sie eng mit der „Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ (FUVSS) zusammen.

 

Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung (FUVSS)

Bereits seit 2013 wirkt die „Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“ (FUVSS) durch die Wahrnehmung unterschiedlicher Aufgaben im beschriebenen Themenfeld. Gemeinsam getragen wird die FUVSS vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e. V. – Diakonie RWL, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche.

Die Fachstelle übernimmt für die Evangelische Kirche von Westfalen die Aufgabe der Meldestelle.

Sie begleitet nach wie vor auf Anfrage Leitungskräfte im Vermutungsfall.

Sie beteiligt sich an der Aus- und Weiterbildung der Multiplikatoren und Multiplikatorinnen, begleitet diese fachlich in ihrer Arbeit, gestaltet die Vernetzung auf landeskirchlicher Ebene sowie entsprechende Fachtage.

Auch für die Präventionskräfte wird sie ein vergleichbares Angebot vorhalten. Eine Ausbildung zur Präventionskraft ist nicht vorgesehen.

Darüber hinaus unterstützt die Fachstelle die Weiterentwicklung des Gesamtsystems der Evangelischen Kirche von Westfalen konzeptionell.